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Plakatformate und Posterformate

DIN-A-Formate

Die DIN-A-Reihe bietet feste Papierformate, mit denen sich Plakate und Poster maßstabsgetreu planen lassen. Ihre Größen reichen vom handlichen A4-Blatt bis zum großflächigen A0-Format. Für die Auswahl zählen vor allem der Betrachtungsabstand, die verfügbare Wandfläche und die Menge an Text oder Bild. Die folgenden Maße zeigen, wie sich die Formate unterscheiden und welche Anwendungen zu A4, A3, A2, A1 und A0 passen.

A4 und A3

A4 und A3 eignen sich für Informationen, die aus kurzer Entfernung gelesen werden. Die konkreten Maße und Einsatzmöglichkeiten unterscheiden sich vor allem durch die verfügbare Fläche:

  • Ein A4-Blatt misst 210 × 297 mm beziehungsweise 21 × 29,7 cm und passt in schmale Aushangflächen, an Türen oder neben einen Empfangstresen.
  • Für Hinweise mit wenigen Zeilen, etwa Öffnungszeiten oder Raumnummern, bleibt A4 übersichtlich, wenn die Schrift auch aus kurzer Distanz gut lesbar ist.
  • A3 misst 297 × 420 mm beziehungsweise 29,7 × 42 cm und bietet gegenüber A4 mehr Fläche für eine Überschrift, ein Bild und kurze Angaben.
  • Kleinere Veranstaltungsplakate in A3 lassen sich an schwarzen Brettern, in Vereinsräumen oder auf Fluren platzieren, ohne eine große Wandfläche zu beanspruchen.
  • Bei einem Aushang mit längeren Erläuterungen ist A4 für kompakte Informationen geeignet; A3 schafft mehr Raum, wenn Veranstaltungstermin und Motiv hervorstechen sollen.

Beide Größen sind für den Nahbereich gedacht: A4 bündelt kurze Hinweise, während A3 bei kleineren Veranstaltungsplakaten mehr Abstand zwischen Motiv und Text ermöglicht.

A2 und A1

A2 misst 420 × 594 mm beziehungsweise 42 × 59,4 cm. Die Größe eines DIN-A2-Plakats bietet spürbar mehr Fläche als A3 und eignet sich für Aushänge, bei denen Überschrift, Bild und zentrale Angaben auf einen Blick erfassbar sein sollen. An einer Pinnwand oder in einem Eingangsbereich bleibt der Platzbedarf meist überschaubar; vor dem Aufhängen sollte dennoch die nutzbare Fläche geprüft werden.

A1 misst 594 × 841 mm beziehungsweise 59,4 × 84,1 cm. Mit der größeren Fläche kann ein Motiv bei Veranstaltungen oder Ausstellungen stärker ins Blickfeld rücken, auch wenn Betrachter nicht direkt davorstehen. Dafür beansprucht ein A1-Plakat deutlich mehr Wandfläche als A2 und lässt sich nicht an jedem kleinen Aushangplatz unterbringen. Für eine Ausstellung mit mehreren Plakaten ist der Abstand zwischen den einzelnen Blättern mitzudenken, damit jedes Motiv eigenständig wahrgenommen wird. A2 passt eher zu begrenzten Flächen und näherer Betrachtung; A1 bietet mehr Sichtbarkeit, wenn Platz vorhanden ist.

A0 und Querformate

Die Maße der DIN-A-Reihe lassen sich direkt vergleichen. Die Tabelle nennt die Standardabmessungen jeweils in Millimetern und Zentimetern:

DIN-A-Formate und ihre Abmessungen
FormatMaße in MillimeternMaße in Zentimetern
A0841 × 1189 mm84,1 × 118,9 cm
A1594 × 841 mm59,4 × 84,1 cm
A2420 × 594 mm42 × 59,4 cm
A3297 × 420 mm29,7 × 42 cm
A4210 × 297 mm21 × 29,7 cm

Nach ISO 216 hat A0 eine Fläche von einem Quadratmeter. Jedes kleinere Format entsteht durch Halbieren des nächstgrößeren Formats an seiner längeren Seite: Zwei A1-Blätter entsprechen zusammen einem A0-Bogen, zwei A2-Blätter einem A1-Bogen und so weiter. Das Seitenverhältnis bleibt dabei mit 1:1,414 erhalten; dieser Wert entspricht der Quadratwurzel aus 2 und sorgt dafür, dass das Verhältnis beim Halbieren bestehen bleibt. Für ein Plakat im Querformat werden Breite und Höhe des jeweiligen Maßes vertauscht. A2 liegt dann beispielsweise quer bei 594 × 420 mm, während A4 quer 297 × 210 mm misst. Die Formatwahl richtet sich nach der verfügbaren Fläche und der gewünschten Ausrichtung des Motivs.

B-Formate und typische Posterformate

Neben den Plakatformaten der A-Reihe werden für Druck und Präsentation auch B-Formate und verbreitete Handelsmaße verwendet. Die genormte B-Reihe bietet feste Abmessungen, während Handelsformate auf gängige Druck- und Rahmenmaße abgestimmt sind. Bei der Auswahl kommt es deshalb nicht nur auf die ungefähre Größe, sondern auch auf das exakte Maß des fertigen Posters an. Quadratische Posterformate setzen einen eigenen gestalterischen Akzent und benötigen eine passende Rahmengröße.

B1 und B2

Die B-Reihe ist eine genormte Formatreihe nach ISO 216 und wird unter anderem für Poster und Plakate genutzt. Ein B1-Poster misst 707 × 1000 mm, also 70,7 × 100 cm. B2 ist mit 500 × 707 mm beziehungsweise 50 × 70,7 cm eine Stufe kleiner. Beide Maße sind unabhängig davon gleich, ob das Motiv hochkant oder durch Drehung im Querformat angelegt wird.

B1 eignet sich, wenn ein Motiv aus größerer Entfernung auffallen soll, etwa bei Veranstaltungsankündigungen in Eingangsbereichen oder an großen Innenwänden. Die Fläche bietet Platz für ein deutliches Bildmotiv und eine gut lesbare Überschrift. B2 passt eher an Infowände, in Flure und in kleinere Präsentationsbereiche, wo Betrachtende näher am Poster stehen. Bei der Planung sollte das Format zur Sichtdistanz und zur verfügbaren Wandfläche passen; B1 beansprucht gegenüber B2 sichtbar mehr Raum. Die konkreten Maße helfen außerdem, Druckvorlage und Präsentationsfläche aufeinander abzustimmen.

Handelsübliche Maße 50 x 70 und 70 x 100

Die Handelsmaße 50 × 70 cm und 70 × 100 cm liegen nahe an B2 und B1 und sind bei Postern sowie passenden Rahmen verbreitet. Sie sind jedoch nicht mit den genormten B-Maßen identisch: 50 × 70 cm ist an der langen Seite 7 mm kürzer als B2, 70 × 100 cm an der kurzen Seite 7 mm schmaler als B1.

  • Prüfen Sie zuerst das tatsächliche Postermaß am fertigen Druck; eine Bezeichnung wie „50 × 70“ reicht nicht, wenn das Produkt stattdessen ein abweichendes B2-Maß hat.
  • Vergleichen Sie das Poster mit dem Innenmaß des Rahmens, nicht allein mit dessen Außenmaß; Leisten und Falz verkleinern die nutzbare Aufnahmefläche.
  • Bei einem Passepartout muss dessen Ausschnitt zum sichtbaren Motiv passen und das Poster sicher hinter der Einlage liegen, ohne wichtige Bildteile zu verdecken.
  • Planen Sie den gewünschten Rand mit ein: Ein Poster ohne Passepartout kann nahezu bündig sitzen, während ein breiter Weißraum eine größere Rahmeninnenfläche erfordert.
  • Wählen Sie den Rahmen nach dem konkreten Maß des Drucks; ein nur ähnlich großes Handels- oder B-Format kann Spielraum oder einen sichtbaren Spalt verursachen.
  • Bei einem Motiv mit Beschnitt prüfen Sie zusätzlich, ob der Druck über den sichtbaren Bereich hinausreicht und im Rahmenrand verschwinden darf.

Für die Rahmenwahl zählt daher das Maß des einzelnen Posters zusammen mit Innenmaß, Passepartout und gewünschtem Rand. Ein passender Rahmen verhindert, dass das Blatt verrutscht oder an den Kanten ungewollt überdeckt wird.

Quadratische Formate

Ein quadratisches Poster wie 50 × 50 cm gehört keiner genormten DIN-Formatreihe an. Das gleiche Seitenmaß lenkt den Blick stärker auf das Motivzentrum und wirkt anders als ein hoch- oder querformatiges Poster. Die Auswahl richtet sich deshalb vor allem nach der Gestaltung und dem Platz, an dem das Bild hängen soll.

  • Ein zentriertes Motiv, ein einzelnes Objekt oder eine ausgewogene Grafik kann die quadratische Fläche nutzen, ohne dass eine Seite deutlich die Blickrichtung vorgibt.
  • Messen Sie die verfügbare Wandfläche und lassen Sie rund um das Poster genügend freien Raum, damit ein 50 × 50-cm-Format nicht gedrängt wirkt.
  • Prüfen Sie vor dem Druck, ob ein Rahmen mit genau 50 × 50 cm Innenmaß verfügbar ist; Außenmaße und sichtbare Öffnung können davon abweichen.
  • Bei einer Bildergruppe vergleichen Sie die Kantenlänge mit den benachbarten Bildern: gleiche Oberkanten oder gleich große Abstände schaffen eine ruhige Anordnung.

Ein quadratisches Format passt besonders dann, wenn Motiv, Rahmen und Wandfläche gemeinsam auf eine gleichmäßige Form ausgerichtet sind.

Formate der Außenwerbung

Außenwerbung nutzt festgelegte Formate, die von Außenmedienanbietern in einem einheitlichen System geführt werden. Dazu gehören großflächige Plakatwände, City-Light-Flächen und Litfaßsäulen. Die jeweiligen Maße helfen dabei, das Motiv für den vorgesehenen Werbeträger anzulegen. Bei den Plakatformaten sind sowohl das angegebene Richtmaß als auch die tatsächlich sichtbare Fläche relevant.

Großfläche 18/1

Die Großfläche 18/1 misst exakt 356 × 252 cm und zählt zu den großformatigen Werbeträgern der Außenwerbung. Ihre Bezeichnung verweist auf den Aufbau aus 18 DIN-A1-Bögen. Damit knüpft das Format an ein bekanntes Papiermaß an, wird als fertige Werbefläche jedoch in deutlich größeren Außenmaßen angegeben.

Ein DIN-A1-Bogen misst 59,4 × 84,1 cm. Die 18 Bögen bilden zusammen die Fläche der Großwerbung; das Endformat ist dabei als eigenes Außenwerbemaß definiert und nicht einfach als einzelner Papierbogen zu verstehen. Der Bezug zu A1 macht die Größenordnung nachvollziehbar und zeigt, wie ein standardisiertes Papierformat zur Grundlage eines größeren Werbeträgers wird.

Außenmedienanbieter führen die 18/1-Fläche innerhalb eines festen Formatsystems. Für die Planung zählt deshalb das ausgewiesene Maß von 356 × 252 cm, während die A1-Bögen den Bezug zur Zusammensetzung erklären. Das klar benannte Format ermöglicht die Zuordnung der Werbefläche im System der Außenwerbung.

City-Light-Poster

Für ein City-Light-Poster gilt ein Richtmaß von etwa 118 × 175 cm. Je nach Bezugspunkt können die Angaben um wenige Millimeter abweichen: Das Außenmaß beschreibt die gesamte Fläche, während die sichtbare Fläche den Teil des Motivs bezeichnet, der im Werbeträger zu sehen ist.

Bezugsmaße für City-Light-Poster
MaßbezugAngabeBedeutung
Richtmaßetwa 118 × 175 cmÜbliche Größenangabe für das Format
Außenmaßetwa 118 × 175 cm, Abweichung um wenige Millimeter möglichGesamtmaß des Werbeträgers
Sichtbare Flächeetwa 118 × 175 cm, Abweichung um wenige Millimeter möglichIm Werbeträger sichtbarer Motivbereich

Außenmaß und sichtbare Fläche sind daher nicht zwingend millimetergenau identisch. Außenmedienanbieter ordnen City-Light-Poster in ein festes Formatsystem ein; maßgeblich ist die Maßangabe des jeweiligen Anbieters für die konkrete Werbefläche.

Litfaßsäule

Die Litfaßsäule ist ein zylindrischer Außenwerbeträger, auf dessen Fläche Plakate angebracht werden. Ihr Name geht auf Ernst Litfaß zurück, der die Säule als eigene Form der Plakatwerbung bekannt machte. Die erste Litfaßsäule wurde 1855 in Berlin aufgestellt.

Als Werbeträger unterscheidet sich die Säule durch ihre runde Fläche von einer ebenen Plakatwand. Plakate werden an der Säulenfläche zusammengeführt und sind aus verschiedenen Blickrichtungen wahrnehmbar. Die Bezeichnung steht bis heute für diese spezielle Form der Außenwerbung.

Auch Litfaßsäulen werden von Außenmedienanbietern innerhalb eines festgelegten Werbesystems eingesetzt. Die Flächen sind dadurch einem klar benannten Werbeträgertyp zugeordnet. Für die Formatplanung ist die konkrete Säulenfläche des Anbieters entscheidend, denn aus der runden Trägerform ergibt sich eine andere Präsentation als bei rechteckigen Plakatflächen.

Fragen zu Plakatformaten

Bei Plakatformaten hängt die passende Größe vor allem vom Aushangort, der verfügbaren Fläche und dem Betrachtungsabstand ab.

Welche Größe hat ein A1 Plakat?

Ein A1-Plakat misst 594 × 841 mm beziehungsweise 59,4 × 84,1 cm. Mit seiner gut sichtbaren Fläche eignet es sich für größere Aushänge, Veranstaltungen und Ausstellungen, etwa für Programmhinweise oder Veranstaltungsposter. Die Schrift und zentrale Gestaltungselemente lassen sich aus größerer Entfernung erfassen als auf kleineren Papierformaten. Im Hochformat beträgt die kurze Seite 594 mm und die lange Seite 841 mm; beim Querformat werden die Seiten vertauscht, sodass das Plakat 841 × 594 mm misst. Prüfen Sie vor dem Druck, ob die vorgesehene Fläche dieses Format aufnehmen kann.

Wie groß ist ein A2 Plakat?

Ein A2-Plakat misst 420 × 594 mm beziehungsweise 42 × 59,4 cm. Es ist ein mittleres Posterformat für Aushänge und Veranstaltungen, wenn Informationen auf einer deutlich sichtbaren Fläche erscheinen sollen, ohne den Platzbedarf eines größeren Plakats zu haben. A2 passt häufig an Türen, Infowände und kleinere Präsentationsflächen. Im Querformat werden die Seiten vertauscht: Die Fläche ist dann 594 mm breit und 420 mm hoch. Die breite Ausrichtung eignet sich besonders, wenn Motive, Zeitpläne oder mehrere nebeneinander angeordnete Informationen mehr Platz in der horizontalen Richtung benötigen.

Was ist der Unterschied zwischen A- und B-Formaten?

A- und B-Formate gehören zu unterschiedlichen genormten Papierformatreihen; vergleichbare B-Formate sind etwas größer als A-Formate. So ist B1 mit 707 × 1.000 mm größer als A1, und B2 mit 500 × 707 mm größer als A2. Die Formate behalten jeweils ein einheitliches Seitenverhältnis, sodass sich Motive proportional skalieren lassen. Die A-Reihe ist vielen Menschen von Druckerpapier vertraut, während B-Formate überwiegend für Poster und Umschläge verwendet werden. Bei der Auswahl zählt deshalb nicht nur die Motivgröße: Auch die gewünschte sichtbare Fläche und ein passender Rahmen oder Umschlag sollten berücksichtigt werden.

Welche Plakatgröße ist für Schule und Verein üblich?

Für Schule und Verein ist A3 eine übliche Orientierung für Informationen an Tafeln und für Aushänge in Innenräumen. Bei Veranstaltungen, die aus größerem Betrachtungsabstand wahrgenommen werden sollen, kommen eher A2 oder A1 infrage. Entscheidend ist zunächst der Aushangort: An einer schmalen Tür oder in einem dicht belegten Flur kann ein großes Format unpraktisch sein, während eine freie Wand mehr Fläche bietet. Berücksichtigen Sie außerdem, wie weit das Publikum entfernt steht und wie groß Überschriften sowie wichtige Angaben gedruckt werden müssen. Das passende Plakatformat verbindet die verfügbare Fläche mit einer aus der üblichen Sichtweite gut lesbaren Gestaltung.