AllgemeinThemenmonat

Nachhaltigkeit in der Bau- und Werbebranche

Gut für die Umwelt, gut für uns!

Wenn wir an Nachhaltigkeit denken, dann ist vermutlich das Letzte, das uns in den Sinn kommt, die Bau- und die Werbebranche. Die Meisten werden in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz an Mülltrennung, Plastikreduzierung und das Schaffen von Grünflächen denken. Wer uns kennt, weiß, dass wir bei PlakatQuadrat die beiden Branchen verbinden, da wir das Potential von Gerüstflächen entdeckt haben und diese als einzigartige Werbeflächen für Werbetreibende zur Verfügung stellen. Viele verschiedenen Branchen, so auch die Bau- und Werbebranche, tragen einen großen Beitrag zur Umweltbelastung und Ressourcenverschwendung bei – Darunter leidet unser Planet. Wir haben uns in den vergangenen Wochen mehr und mehr mit dem Thema Nachhaltigkeit und Green Office be-schäftigt und uns ist klar geworden: So wie es jetzt ist, so geht es nicht weiter! Statt andere Branchen und Unternehmen zu verurteilen, haben wir uns mit unserem eigenen Verhalten auseinandergesetzt und finden Lösungen. Wir sind ein Teil des Problems — Doch Einsicht ist bekanntlich der erste Weg zur Besserung. Aus dem Grund haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, unseren ökologischen Fußabdruck zu optimieren. Welche Aufgaben uns bevorstanden- und stehen, werdet ihr in den nächsten Wochen auf unseren Social Media-Kanälen mitverfolgen können. Doch bevor wir von unseren Vorhaben und unseren internen Änderungenberichten, möchten wir euch einen Überblick über das Thema Klimawandel im Allgemeinen sowie den Status quo der Nachhaltigkeit innerhalb der Bau- und der Werbebranche geben.

Gletscher schmelzen, Wälder brennen, Bienen sterben

Das ist unsere Realität. Wenn wir uns im Februar bei über 20 Grad im Garten sonnen und eine Woche später bei Minusgraden und Schneefall doch wieder unsere Skier anschnallen können, dann ist klar: Die potenziellen Folgen des Klimawandels, vor welchen Nachrichten und Klimaschützer*innen seit Jahren warnen, sind gar nicht mehr so potenziell, sondern längst in der Gegenwart angekommen. Und sind wir mal ehrlich: Uns persönlich stört ein heißer Sommer mit über 30 Grad vermutlich wenig. Doch es gibt Millionen von Menschen, die die drastischen Folgen des Klimawandels am eigenen Leib spüren. Das sind die Menschen, die unteranderem ihre Heimat aufgrund von Überschwemmungen, Bränden und weiteren Umweltkatastrophen verlieren. Leider ist klar: Die Zahlen der Klimaflüchtlinge steigen sukzessive. Greenpeace prognostiziert 200 Millionen Klimaflüchtlinge in den nächsten 30 Jahren, wenn sich der menschengemachte Klimawandel so wie bisher fortsetzt. Zur Veranschaulichung: Köln hatte im Jahr 2019 etwas mehr als eine Million Einwohner*innen. Nun stellt euch einmal vor, alle Einwohner*innen Kölns müssten aufgrund des Klimawandels flüchten! – Eine schreckliche und beängstigende Vorstellung… Doch noch viel beängstigender ist: Diese eine Million würde trotz alledem nur ein Zweihundertstel der Menschen ausmachen, die zukünftig ihre Heimat verlassen müssen. Das sind 200 Millionen Menschen. 200 Millionen Menschen leben in Nigeria; Russland hat 147 Millionen Einwohner*innen; Deutschland und Äthiopien zusammen sind 200 Millionen Menschen – Die Dimensionen sind immens. Schlimm genug, dass Millionen von Menschen ihre Heimat verlassen müssen – oft wissen sie auch nicht, wohin sie flüchten. Nicht nur die Menschheit ist bedroht, sondern auch jedes Lebewesen aus der Tierwelt. Ein weiteres, großes Problem ist das Bienensterben. Jetzt denken viele sicherlich – „Das ist doch gar nicht so schlimm, dann kann ich im Sommer auf der Terrasse endlich mein Stück Kuchen genießen, ohne von Bienen und Wespen belagert zu werden“. Ja, der Kuchen könnte ohne die Belagerung von Bienen und Wespen besser genossen werden, das allerdings nur für vier Jahre. Danach gibt es die Spezies des Homo sapiens nämlich nicht mehr. Genau, die Menschheit kann nur vier Jahre nach einem kompletten Aussterben der Bienen existieren. Mitden Bienen sterben auch wir. All das sind Folgen und Konsequenzen, die wir tragen müssen, wenn wir nichts unternehmen. Dieser Artikel soll sich jedoch nicht nur auf die negativen Dinge in der Welt konzentrieren, sondern aufzeigen, dass vielen Menschen der Ernst der Lage bewusst ist. Seit Jahren kämpfen die Menschen, jung und alt, für unseren Planeten. Sie setzen sich für die Erde – die Zukunft unserer Menschheit ein, sie schaffen Organisationen, spenden Einnahmen an nachhaltige Zwecke und befreien unsere Ozeane von Plastik.

Auch in der Bau- und Werbebranche wird mittlerweile ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und einen ressourcenschoneneden Umgang mit Materialien geschaffen. Manchmal brauchen Veränderungen Zeit, doch wichtig ist, dass sie nachhaltig einschlagen.

Nachhaltigkeit in der Baubranche

Das Thema Nachhaltigkeit in der Baubranche wird ein immer größeres Anliegen — Zurecht, denn allein die Bauwirtschaft verbraucht etwa 40 Prozent der globalen Ressourcen. Die Versorgung mit Sand ist beispielsweise seit Längerem nicht mehr gesichert. Sand ist, neben Wasser und Kies, der meist verbrauchte Rohstoffder Erde. Es geht mittlerweile so weit, dass Sand teilweise zu einer Schmuggelware geworden ist und illegal abgebaut wird. Man mag sich jetzt denken: „Das kann doch nicht sein, in der Sahara liegt doch endlos Sand“. Das kann sein, denn der Wüstensand eignet sich aufgrund seiner glatten Beschaffenheit nicht als Baumaterial. Im Zuge der Auseinandersetzung mit der Nachhaltigkeit innerhalb unserer beider Branchen, haben wir ein Interview mit Felix Jansen von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) geführt. Wir wollten mehr über nachhaltiges Bauen erfahren und uns über die Aufgabenbereiche der DGNB unterhalten. Das gesamte Interview könnt ihr in Kürze in unserem Magazin nachlesen. So viel schon einmal vorab: Die DGNB gibt es seit 2007 und ist eine Non-Profit-Organisation, die sich für eine zukunftsfähige gebaute Umwelt einsetzt. Sie hat international gesehen rund 1.300 Mitgliedsorganisationen und stellt unter anderem Zertifizierungen an nachhaltige Gebäude, Innenräume und Quartiere aus. Doch nicht nur die DGNB leistet in Sachen Nachhaltigkeit im Bauwesen einen großen Beitrag, auch das BMI – DasBundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, informiert auf seinem Portal über nachhaltiges Bauen und möchte dieses fördern.

Was genau ist nachhaltiges Bauen?

Nachhaltiges Bauen setzt sich aus den drei Säulen der Nachhaltigkeit zusammen: Ökologie, Ökonomie und Soziales/Soziokulturelles. Die Schutzgüter sind hierbei natürliche Ressourcen, Kapital und Gesundheit. Weitere Aspekte sind eine technische- und Prozessqualität sowie Standortmerkmale und eine Lebenszyklusbetrachtung in allen Phasen des Lebenszyklus des jeweiligen Gebäudes. Dazu zählt zum Beispiel das Optimieren des Einsatzes von Rohstoffen und Energie. Wichtig ist ein effizienter Umgang mit den Ressourcen von der Planungsphase bis hin zur Einrichtung und der Nutzung des Gebäudes. Weitere Faktoren beim nachhaltigen Bau sind unter anderem der Energiebedarf des Gebäudes, der Einsatz von Betriebsmitteln, Transportkosten, flächensparendes Bauen und die Schonung des Naturraumes. Insbesondere bei Neubauten wird mehr und mehr auf einen nachhaltigen Baustil geachtet. Viele interessante Projekte zeigen auf: Nachhaltigkeit kann so schön sein! Die größte Grünfassade in Europa findet man in Düsseldorf in der Geschäfts- und Büroanlage „Kö-Bogen 2“. Das Gebäude ist mit 30.000 Hainbuchen, was 8 Kilo-meter Hainbuchenhecken ausmacht, bestückt. Die Hainbuche ist eine ungiftige und schnellwachsende Pflanze, die je nach Jahreszeit ihre Farbe wechselt. Das Projekt am „Kö-Bogen 2“ ist nicht nur optisch ein Hingucker, vielmehr sorgt es in der Düsseldorfer Innenstadt für saubere Luft, die Pflanzen nehmen CO₂ auf und produzieren Sauerstoff und schützt im Sommer vor heißen Temperaturen. Der „Bosco Verticale“ (dt. Vertikaler oder senkrechter Wald) macht es schon seit 2014 vor: Die sogenannten Zwillingstürme sind in einem Mailänder Hochhauskomplex anzufinden und verbessern durch ihre Bepflanzung die Biodiversität der Großstadt. Die Idee dahinter ist, den urbanen Raum möglichst effektiv zu nutzen und neue Lebens- und Nahrungsräume für Insekten und Vögel zu schaffen. Selbstverständlich können nicht alle Gebäude im selben Ausmaß wie des „Bosco Verticale“ oder des„Kö-Bogen 2“ gebaut oder umgeändert werden. Dennoch kann jeder einen Beitrag zur Biodiversität in Großstädten beitragen. Viele Projek-te bieten beispielsweise Großbürobauten an, auf den Dächern durch Bienen-stöcke-/boxen und Bepflanzungen, Flächen für Bienen zu schaffen— Jeder Beitragzählt!

Nachhaltigkeit in der Werbebranche

Nachhaltigkeit in der Werbebranche wirkt zunächst etwas kontrovers. Wie kann eine Branche, die zum Konsumverhalten der Menschen beiträgt, nachhaltig sein? Hier ist ganz klar eine Grenze zu dem Konsumgedanken zu ziehen. Zwar möchte die Werbebranche den Konsum anregen und ein Produkt verkaufen, jedoch auch sie kann ihren ökologischen Fußabdruck dabei so gering wie möglich halten und ihre Einnahmen beispielsweise in nachhaltige Projekte investieren und somit zum Klimaschutz beitragen. Und wie wir bereits wissen — Jeder Beitrag zählt! Insbesondere durch den Earth Day, welcher am 22. April eines jeden Jahres stattfindet, sind die Diskussionen rund um das Thema Nachhaltigkeit in der Werbebranche und Green Marketing aufgebrodelt. Viele Werbeunternehmen möchten ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Doch hier ist Vorsicht geboten! Green Marketing hat die Aufgabe die nachhaltigen Aktivitäten eines Unternehmens an die Öffentlichkeit zu bringen, beim Greenwashingallerdings bleibt oft das Ergebnis aus. Wichtig ist, die gesetzten Nachhaltigkeitsziele zu verwirklichen und nicht nach kürzester Zeit wieder zu verwerfen. Wer nicht glaubhaft nachhaltig handelt, dem kann zukünftig nicht vertraut werden. Der Klimawandel ist ein ernstes Thema undwie dieses behandelt werden sollte, ist nicht immer leicht zu entscheiden. So oder so, Green Marketing schafft Aufmerksamkeit rund um das Thema Klimaschutz und kann so die Rezipient*innen sensibilisieren und zum Nachdenken anregen. Nachhaltigkeit ist auch in der Werbebranche machbar und wird erfreulicherweise bereits von vielen Unternehmen in ihren Arbeitsalltag integriert. Einigestellen ihre Server auf Öko-Strom um, andere verwenden recycelte Materialienwie Recyclingpapier für ihre Werbezwecke oder verwenden einen CO₂-armen Werbedruck. Wieder andere spenden ihre Einnahmen an nachhaltige Projekte und fahren nur mit dem Fahrrad ins Office. Und Manche machen sogar alles. Man sieht, man kann schon eine ganze Menge tun und das ohne viel Aufwand. Richtig oder falsch gibt es hierbei nicht. Solange jede*r Einzelne*r einen Beitrag leistet, um unseren Planeten zu einem grüneren Ort zu machen, werden wir gemeinsam Fortschritte in die richtige Richtung gehen. Eins ist klar – Der Earth Day sollte an jedem einzelnen Tag des Jahres in den Köpfen, aber auch in den Handlungen der Menschen stattfinden.

Wenn ihr sehen wollt, wie wir uns bei PlakatQuadrat mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen, dann schaut gerne auf unserem Instagram-Kanal vorbei.

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