AllgemeinThemenmonat

Christmas Time is Marketing Time

Es ist mal wieder soweit. Es weihnachtet und damit wird eine der wichtigsten Zeiten des Jahres für die Werbebranche eingeleitet. Jedes Jahr auf’s Neue überschlägt sich die besagte Branche mit innovativeren, emotionaleren und aufwendigeren Werbespots. Dieses Jahr ist nur alles etwas anders. Wie können Werbespots auf eine schöne, besinnliche Weihnachtszeit mit der Familie aufmerksam machen, wenn wir uns in einer weltweiten Pandemie befinden? 

Coca-Cola übertrifft sich selbst 

100 Jahre ist es her, dass die erste Weihnachtskampagne von Coca-Cola ins Leben gerufen wurde. Seitdem liefert uns das Unternehmen Jahr für Jahr Werbespots, die uns all die Emotionen spüren lassen. Im Vordergrund stehen immer die Themen Verbundenheit und Optimismus, so auch in diesem Jahr. Unter dem Namen „Dieses Weihnachten bist du das größte Geschenk“, veröffentlicht Coca-Cola Company eine Kampagne, die dazu aufruft, der neuen Realität eine Chance zu geben – und viel wichtiger noch: wertzuschätzen was man hat. Außerdem solle man sich bewusst machen, dass die gemeinsame Zeit, die wir zusammen verbringen, das größte Geschenk von allen ist. Der gleichnamige Werbespot „Dieses Weihnachten bist du das größte Geschenk“ sowie der Werbespot „The Letter“, spiegeln diesen Aufruf wider. Der dazugehörige Werbefilm wird besonders emotional! Dieser handelt von einem kleinen Mädchen, welches ihren Vater bittet, dem Weihnachtsmann ihren Wunschzettel in den Briefkasten zu werfen. Dieser vergisst jedoch die Bitte seiner Tochter. Damit der Wunschzettel den Nordpol noch rechtzeitig erreichen kann, nimmt der Vater alle Hürden auf sich, um dem Weihnachtsmann den Brief übergeben zu können. Die ein oder andere Träne kann hier durchaus vergossen werden. Und auch wenn selbst die Coca-Cola Company durch die Pandemie zurückstecken muss (die geplante Weihnachtstour kann nämlich nicht stattfinden), fordert das Unternehmen zu genau der richtigen Handlungsweise auf: Beschweren kann man sich viel – warum nicht schätzen was man hat? 

The show must go on 

Auch das Unternehmen Amazon geht in seiner diesjährigen Weihnachtskampagne auf die aktuelle Corona-Situation ein. Die ambitionierte Ballerina, basierend auf der Tänzerin Tais Vinolo, probt ununterbrochen für ihre große Ballettaufführung, welche aufgrund des Virus kurzfristig abgesagt wird. Amazon ist jedoch (wie des Öfteren) der Retter in der Not. Trotz des „Social Distancing“ kann der Auftritt durch verschiedene digitale Medien stattfinden. Amazon legt den Fokus auf das Hier und Jetzt. Auch wenn wir uns gerade in einer Situation befinden, die viele Erschwernisse mit sich bringt, können wir Wege finden, wie das Leben „normal“ weitergehen kann. Denn: „The show must go on!“ 

Erinnerung an Probleme neben Corona

Die Supermarktkette Penny setzt ein klares Statement: Neben Corona gibt es natürlich auch andere wichtige Themen, die nicht vernachlässigt werden dürfen. Mit einer Out of Home-Kampagne, welche über das Medium Plakatwerbung veröffentlicht wird, wird die steigende Obdachlosigkeit in Deutschland aufgegriffen. Die Spielideen eines kleinen Jungen stoßen aufgrund der damit zusammenhängenden Lautstärke auf wenig Begeisterung bei den Erwachsenen. Den Satz: „Stell dir mal vor, das würde jeder so machen.“ bekommt der Junge oftmals zu hören. Als er an einem Obdachlosen vorbeigeht, überreicht er ihm seinen Schoko-Weihnachtsmann und sagt zu ihm: „Stell dir mal vor, das würde jeder so machen.“ Penny macht deutlich: Besonders zur Weihnachtszeit sollten wir niemanden unserer Mitmenschen vergessen. Weihnachten sollte ein Fest für jeden sein! Aus diesem Grund spendend Penny die Einnahmen der verkauften Schoko-Weihnachtsmänner an die Obdachlosenhilfe des Deutschen Roten Kreuz. 

Die schönen Dinge im Leben sind nach wie vor da

Was wollen uns die Werbekampagnen vermitteln und was können wir von ihnen mitnehmen? Es ist schwierig, in der aktuellen Situation positiv zu denken. Dieses Jahr ist alles anders, doch es ist uns möglich, das Beste aus der Situation zu machen. Durch digitale Plattformen haben wir die Möglichkeit, unsere Liebsten zu sehen, wenn auch nur virtuell. Die Werbekampagnen sollen ebenfalls zeigen, dass der Besitz materieller Dinge zwar schön ist, das Glück, Familie und Freunde bei sich zu haben (egal auf welchem Weg) jedoch das Schönste bleibt. Die Pandemie hat die Welt und das Leben, wie wir es kennen, schlagartig verändert und eingeschränkt. Trotz dessen denken auch wir bei PlakatQuadrat, dass es wichtig ist, die vielen anderen akuten Probleme unserer Erde und unserer Gesellschaft nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Dankbarkeit und Wertschätzung sind Werte, an welchen wir besonders dieses Jahr festhalten sollten, um die jetzige Zeit gemeinsam zu überstehen. 

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