AllgemeinThemenmonat

Out of Home – kommt das noch an?

Wir sehen täglich Werbung, ob auf Facebook, YouTube oder Instagram. Für uns ist das normal – auf digitalen Plattformen wird geworben, wir kennen es nicht mehr anders. Uns ist klar, dass wir beeinflusst werden, wenn uns auf Instagram das neuste Iphone vorgeschlagen wird – kaufen werden es trotzdem viele von uns. Aber wie sieht es abgesehen von digitaler Werbung aus? Lohnt sich Außenwerbung (Out of Home) noch, wenn alles online stattfinden kann? Werden wir noch abgeholt von Außenwerbung, wenn jeder den ganzen Tag auf sein Smartphone schaut? 

Besser, als je zuvor! 

Die Frage kann mit einem ganz eindeutigen JA beantwortet werden. Schaut man sich die Werbestrategie von großen Namen wie Facebook oder Google an, dann fällt auf, dass die Kampagnen neben digitalen Anzeigen auch immer als Out of Home Werbung publiziert werden. Aber warum ist das so? 

Mit Plakaten und Bannern an belebten Straßen oder Plätzen wird in erster Linie Aufmerksamkeit generiert. Man kann nicht weggucken. Anders als im Internet, wo Add-Blocker einem das Leben erleichtern, trifft Außenwerbung jeden. Außerdem steht jeder Werbetreibende für sich. Die Werbung ist nicht gepaart mit anderen Werbeanzeigen, anders als auf Social Media Plattformen, wo sich die Werbung nur so überschlägt. Auch die Größe ist entscheidend: digitale Werbung ist in ihrer Größe limitiert, Außenwerbung kann in (fast) jeder beliebigen Größe produziert werden. Auch mit konkreten Zahlen kann belegt werden, dass Out of Home Erfolge zeigt: 48% der Konsumenten schauen sich konkret Online Werbung an, wenn sie die Marke bereits in einer Form der Außenwerbung zu Gesicht bekommen haben. Dies geht Hand in Hand mit der Tatsache, dass Konsumenten mehr Vertrauen in Außenwerbung als in digitale Werbung haben. Die Studie des Münchener Digital Media Institut hat geforscht, welche Altersgruppe von Außenwerbung am meisten angesprochen wird. Dabei wird deutlich, dass die 20 bis 29-Jährigen, gefolgt von den 14 bis 19-Jährigen am stärksten von der Außenwerbung beeinflusst werden. Also genau die Altersgruppe, die einen großen Social Media Konsum aufweist. Erkennbar ist demnach – Social Media ist nicht alles. 

Die neue Art von digitaler Werbung 

Allerdings geht die Digitalisierung auch an der Außenwerbung nicht spurlos vorbei. Digital Out of Home (DOOH) verbindet die digitale mit der analogen Welt, löst die traditionelle Außenwerbung aber nicht komplett ab. Man betrachte beispielsweise den Times Square in New York – massenhaft digitale Billboards wohin man sieht. Werbung, die beeindruckt und gleichzeitig viele Vorteile mit sich bringt. Filmtrailer werden nicht mehr nur fürs Fernsehen produziert, sondern können an öffentlichen Plätzen für ein Millionenpublikum veröffentlicht werden. Aber es muss ja auch nicht immer gleich der Time Square sein. Auch an Flughäfen, Bushaltestellen und Einkaufscentren werden die digitalen Werbeflächen genutzt. Dabei verwenden auch immer mehr Firmen wie Google und Amazon diese Art von Medien. Das zeigt sich auch in den Netto-Werbeausgaben, die in Deutschland um fünf Prozent gestiegen sind. Hinzu kommt die Augmented-Reality, also die erweiterte Realität. Durch die computergestützte Erweiterung der Realität wird es in Zukunft beispielsweise möglich sein, ein Produkt mit dem Smartphone direkt über das Werbeplakat kaufen zu können. 

Google zeigt wie es geht 

Wie kann man sich solch eine digitale Außenwerbung nun vorstellen? Die Digitale Out of Home Kampagne von Google greift auf Echtzeit- und Geo-Daten zurück, die das Wetter, die Tageszeit und den Standort betreffen. Passend zu diesen Faktoren werden Kreationen abgespielt, die auf die entsprechenden Umstände abgestimmt sind. An einem belebten Platz können so Freizeitaktivitäten wie Kinovorstellungen oder Restaurants empfohlen werden. Soll es an dem Tag regnen, wird das lokale Kino bevorzugt, an sonnigen Tagen richtet sich die Empfehlung an die Eisdiele auf der Ecke. Das Plakat wird so aufgebaut, dass es den gewohnten Google-Funktionen gleicht. Der Weg zu der empfohlenen Eisdiele wird demnach mit Google Maps-beschrieben. Google hat es damit geschafft, eine Kampagne ins Leben zu rufen, die nicht auf Social Media Kanälen basiert.

Wir bei PlakatQuadrat, als Full-Service-Dienstleister für bundesweite Gerüstwerbung, sind auf jeden Fall begeistert von den Vorschritten und Entwicklungen, welche die Mediengattung Out of Home erlebt. 

Tags

Verwandte Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Check Also
Close
Back to top button
Close